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Förderung

Hauswasserwerk für Regenwasser: die besten Modelle für die Zisterne im Vergleich 2026

Hauswasserwerk für Regenwasser & Zisterne im Vergleich 2026: mit & ohne Druckkessel, Trockenlaufschutz nach DIN EN 16941-1, Dimensionierung für WC & Waschmaschine.

Zuletzt aktualisiert:

Hauswasserwerk für die Regenwassernutzung aus der Zisterne: selbstansaugende Pumpe auf blauem Druckkessel mit Manometer
Hausversorgung
≥ 4 bar · 3.000–4.500 l/h
Pflicht (Norm)
Trockenlaufschutz · DIN EN 16941-1
Ansaughöhe
max. 7–8 m, sonst Tauchdruckpumpe
Preis
ab ~120 € · Edelstahl ab ~200 €

Ein Hauswasserwerk für Regenwasser versorgt Toilette, Waschmaschine und Garten automatisch aus der Zisterne: Der Druckschalter startet die Pumpe bei jeder Entnahme, der Druckkessel hält kleine Zapfmengen ohne Pumpenstart bereit. Damit das mit Regenwasser dauerhaft funktioniert, zählen andere Kriterien als am Brunnen: ein korrosionsbeständiges Pumpengehäuse (Edelstahl statt Grauguss, denn Regenwasser ist weich und leicht sauer), ein Trockenlaufschutz für die in Trockenphasen leerlaufende Zisterne – nach DIN EN 16941-1 Pflichtausstattung –, eine luftdicht verlegte Saugleitung und die schwimmende Entnahme mit Rückschlagventil. Auf dieser Seite vergleichen wir reale Hauswasserwerke und Hauswasserautomaten der gängigen Marken für genau diesen Einsatz, erklären den Unterschied zwischen Druckkessel- und Kompaktgeräten und zeigen, wann eine Tauchdruckpumpe in der Zisterne die bessere Wahl ist. Die Preise sind Richtwerte (Straßenpreise) und über die angegebenen Quellen belegt. Alle übrigen Pumpentypen – von der Gartenpumpe bis zur Regenfasspumpe – finden Sie im großen [Regenwasserpumpen-Vergleich](/produkte/pumpen/).

Kurz & knapp: Welcher Typ für wen?

  • WC + Waschmaschine fest am Regenwasser: Hauswasserwerk mit Druckkessel (20–50 l) und mindestens ~4 bar – der Kessel spart Schaltzyklen und schont die Pumpe.
  • Kompakt und leise gewünscht: Hauswasserautomat ohne Kessel regelt elektronisch bei jeder Entnahme – ideal bei wenig Platz im Technikraum.
  • Zisterne tiefer als ~7–8 m oder weit vom Haus: Saugpumpen erreichen das Wasser nicht mehr zuverlässig – dann Tauchdruckpumpe im Tank einplanen.
  • Immer einplanen: Trockenlaufschutz (Pflicht nach DIN EN 16941-1), schwimmende Entnahme mit Rückschlagventil und Vorfilter.
  • Bei Hausnutzung zusätzlich Pflicht: automatische Trinkwassernachspeisung über einen freien Auslauf – Details im [Nachspeisungs-Vergleich](/produkte/steuerung/trinkwassernachspeisung/).

Unsere Empfehlungen auf einen Blick

Redaktionelle Auswahl mit Begründung – so haben wir verglichen.

Unsere Empfehlung

Einhell

Einhell GE-WW 1246 N FS

Beste fürs Regenwasser ab Werk: integrierte Trockenlaufsicherung (Pflicht nach DIN EN 16941-1), Vorfilter, 20-l-Kessel und 5 bar – ohne Zubehör zisternen-fertig.

ab 298 €

Preis-Leistungs-Tipp

T.I.P.

T.I.P. Hauswasserwerk HWW 4500 INOX

Edelstahl-Hauswasserwerk mit 22-l-Druckkessel und 5 bar für gut 200 € – korrosionsfest fürs weiche Regenwasser; nur der Trockenlaufschutz muss extern ergänzt werden.

ab 216 €bei T.I.P. Onlineshop

Beste Premium-Lösung

Grundfos

Grundfos SCALA2 3-45

Beste Wahl, wenn Komfort zählt: drehzahlgeregelter Konstantdruck, integrierter Trockenlaufschutz und flüsterleise 47 dB(A) – im Technikraum neben Wohnräumen unschlagbar.

Alle Modelle im Vergleich ↓ · Enthält teils Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

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Transparenz: Die mit „Angebot ansehen" markierten Links sind teilweise Affiliate-Links. Kaufen Sie darüber, erhalten wir ggf. eine kleine Provision – für Sie ohne Mehrkosten. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Links zu Hersteller-Shops und Baumärkten sind teils unvergütet; die Auswahl beeinflusst das nicht.

So haben wir verglichen

Wir haben Hauswasserwerke und Hauswasserautomaten für den Regenwasser-Einsatz nach vier gewichteten Kriterien verglichen und je Einsatzzweck eine begründete Empfehlung ausgesprochen.

Regenwasser-Eignung
30 %
Korrosionsbeständige Werkstoffe (Edelstahl), Trockenlaufschutz (integriert oder nachrüstbar) und Eignung für den Zisternenbetrieb.
Förderleistung & Druck
25 %
Fördermenge (l/h), Druck/Förderhöhe und Ansaugverhalten im Verhältnis zur Hausversorgung über mehrere Etagen.
Ausstattung & Komfort
25 %
Druckkessel bzw. Elektronik-Steuerung, Vorfilter, Rückschlagventil, Lautstärke und Frostschutz-Features.
Preis-Leistung
20 %
Straßenpreis im Verhältnis zu Ausstattung, Verarbeitung und Folgekosten (Strom, Wartung).

Transparenz: Wir haben die Produkte nicht selbst im Labor oder Dauereinsatz getestet. Unser Vergleich basiert auf Hersteller-Datenblättern, technischen Anleitungen, Normanforderungen (DIN EN 16941-1, DIN 1989-100, TrinkwV) und aktueller Preisrecherche – deshalb sprechen wir bewusst von einem Vergleich, nicht von einem Test.

Datenbasis: Hersteller-Datenblätter, technische Anleitungen und Shop-Angaben; Preise Stand August 2026 · Verantwortlich:

7 von 7 Produkten

Bauart
Fördermenge
Druck
Trockenlaufschutz integriert
Marke
Einhell Hauswasserwerk Unsere Empfehlung

Einhell

Einhell GE-WW 1246 N FS

Hauswasserwerk mit 1.200 W, 4.600 l/h, 5 bar und 20-l-Kessel, das die Regenwasser-Pflichtausstattung ab Werk mitbringt: elektronische Trockenlaufsicherung, integrierter Vorfilter und Frostschutz-Ablassschraube.

Fördermenge
4.600 l/h
Druck
5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja

Beste fürs Regenwasser ab Werk: integrierte Trockenlaufsicherung (Pflicht nach DIN EN 16941-1), Vorfilter, 20-l-Kessel und 5 bar – ohne Zubehör zisternen-fertig.

Preis: ab 298 €

T.I.P. Hauswasserwerk HWW 4500 INOX Hauswasserwerk Preis-Leistungs-Tipp

T.I.P.

T.I.P. Hauswasserwerk HWW 4500 INOX

Edelstahl-Hauswasserwerk mit 1.200 W, 5 bar und 22-Liter-Druckkessel. Liefert konstanten Druck für die Hausversorgung mit Regenwasser – WC, Waschmaschine und Garten.

Fördermenge
4.350 l/h
Druck
5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein

Edelstahl-Hauswasserwerk mit 22-l-Druckkessel und 5 bar für gut 200 € – korrosionsfest fürs weiche Regenwasser; nur der Trockenlaufschutz muss extern ergänzt werden.

Preis: ab 216 € (bei T.I.P. Onlineshop)

Auch erhältlich bei HORNBACH (ab 224 €)

Grundfos Hauswasserwerk Beste Premium-Lösung

Grundfos

Grundfos SCALA2 3-45

Drehzahlgeregeltes Kompakt-Hauswasserwerk mit Konstantdruck (einstellbar 1,5–5,5 bar), integriertem Trockenlaufschutz und nur 47 dB(A) – die Premium-Referenz für die leise Hausversorgung mit Regenwasser.

Fördermenge
4.000 l/h
Druck
4,5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja

Beste Wahl, wenn Komfort zählt: drehzahlgeregelter Konstantdruck, integrierter Trockenlaufschutz und flüsterleise 47 dB(A) – im Technikraum neben Wohnräumen unschlagbar.

Preis: ab 582 €

Auch erhältlich bei Pumpen-Guru

Gardena Hauswasserautomat

Gardena

Gardena Haus- & Gartenautomat 4000/5E (Comfort)

Hauswasserautomat mit 1.100 W, 4.000 l/h und 4,5 bar: elektronische Steuerung mit Trockenlaufsicherung, integriertem Vorfilter und Rückschlagventil – kompakt ohne Druckkessel.

Fördermenge
4.000 l/h
Druck
4,5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja

Trockenlaufsicherung und Selbstabschaltung bei Störungen

Preis: ab 196 €

Auch erhältlich bei Landema (ab 238 €)

T.I.P. Hauswasserautomat

T.I.P.

T.I.P. HWA 4400 INOX Plus

Günstiger Edelstahl-Hauswasserautomat mit 900 W, 4.250 l/h und 4,4 bar. Elektronische Pumpensteuerung mit Selbstansaugung bis 9 m – ausdrücklich für Zisternen und Regenwassertanks ausgelegt.

Fördermenge
4.250 l/h
Druck
4,4 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein

Pumpengehäuse aus Edelstahl – korrosionsfest fürs weiche Regenwasser

Preis: ab 181 €

Metabo HWW 3300/25 G Hauswasserwerk

Metabo

Metabo HWW 3300/25 G

Solides Hauswasserwerk mit 900 W, 4,5 bar und 24-Liter-Kessel. Bewährte, preiswerte Lösung für die automatische Versorgung von Garten und einfachen Hausverbrauchern.

Fördermenge
3.300 l/h
Druck
4,5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein

24-l-Druckkessel für wenige Schaltzyklen

Preis: ab 118 € (bei Motorland)

Auch erhältlich bei Kömpf24 (ab 198 €)

T.I.P. Tauchdruckpumpe DrainPress 3200/24 Tauchdruckpumpe

T.I.P.

T.I.P. Tauchdruckpumpe DrainPress 3200/24

Leise Tauchdruckpumpe mit 400 W, die im Tank steht und 3.200 l/h bei 2,4 bar fördert. Ideal, wenn Zisterne oder Behälter tief liegen und Ansaugen nicht möglich ist.

Fördermenge
3.200 l/h
Druck
2,4 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja

Steht im Wasser, keine Ansaug-Grenze

Preis: ab 76 € (bei HORNBACH)

Auch erhältlich bei HORNBACH (ab 76 €)

Die Modelle im direkten Vergleich

Auswahl repräsentativer Modelle je Typ (unsere Sieger sind mit ★ markiert). Das vollständige Sortiment finden Sie filterbar im Bereich oben – dort teils mit Affiliate-Links (Kennzeichnung siehe oben).

Vergleich: Pumpen
Produkt Bauart Fördermenge Druck Trockenlaufschutz integriert Marke Preis
Einhell GE-WW 1246 N FS · ★ Unsere Empfehlung Hauswasserwerk 4.600 l/h 5 bar Ja Einhell ab 298 €
T.I.P. Hauswasserwerk HWW 4500 INOX · ★ Preis-Leistungs-Tipp Hauswasserwerk 4.350 l/h 5 bar Nein T.I.P. ab 216 €
Grundfos SCALA2 3-45 · ★ Beste Premium-Lösung Hauswasserwerk 4.000 l/h 4,5 bar Ja Grundfos ab 582 €
T.I.P. HWA 4400 INOX Plus Hauswasserautomat 4.250 l/h 4,4 bar Nein T.I.P. ab 181 €
Metabo HWW 3300/25 G Hauswasserwerk 3.300 l/h 4,5 bar Nein Metabo ab 118 €
T.I.P. Tauchdruckpumpe DrainPress 3200/24 Tauchdruckpumpe 3.200 l/h 2,4 bar Ja T.I.P. ab 76 €
Produkt
Einhell GE-WW 1246 N FS · ★ Unsere Empfehlung
Bauart
Hauswasserwerk
Fördermenge
4.600 l/h
Druck
5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja
Marke
Einhell
Preis
ab 298 €
Produkt
T.I.P. Hauswasserwerk HWW 4500 INOX · ★ Preis-Leistungs-Tipp
Bauart
Hauswasserwerk
Fördermenge
4.350 l/h
Druck
5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein
Marke
T.I.P.
Preis
ab 216 €
Produkt
Grundfos SCALA2 3-45 · ★ Beste Premium-Lösung
Bauart
Hauswasserwerk
Fördermenge
4.000 l/h
Druck
4,5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja
Marke
Grundfos
Preis
ab 582 €
Produkt
T.I.P. HWA 4400 INOX Plus
Bauart
Hauswasserautomat
Fördermenge
4.250 l/h
Druck
4,4 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein
Marke
T.I.P.
Preis
ab 181 €
Produkt
Metabo HWW 3300/25 G
Bauart
Hauswasserwerk
Fördermenge
3.300 l/h
Druck
4,5 bar
Trockenlaufschutz integriert
Nein
Marke
Metabo
Preis
ab 118 €
Produkt
T.I.P. Tauchdruckpumpe DrainPress 3200/24
Bauart
Tauchdruckpumpe
Fördermenge
3.200 l/h
Druck
2,4 bar
Trockenlaufschutz integriert
Ja
Marke
T.I.P.
Preis
ab 76 €

Was ein Hauswasserwerk regenwasser-tauglich macht

Regenwasser-tauglich ist ein Hauswasserwerk, wenn vier Punkte zusammenkommen: ein korrosionsbeständiges Pumpengehäuse, ein Trockenlaufschutz, eine saubere Ansaugung aus der Zisterne und ein Vorfilter. Ein Standard-Gerät vom Brunnen erfüllt das nicht automatisch.

1. Edelstahl statt Grauguss: Regenwasser ist weich, enthält kaum Härtebildner und ist oft leicht sauer (pH ~5–6). Unlegierter Grauguss bildet darin keine schützende Deckschicht – es drohen Lochfraß und Rostpartikel, die Ventile, Spülkästen und die Waschmaschine belasten. Edelstahl (oder hochwertiger Kunststoff) bleibt dagegen dauerhaft passiv geschützt. Deshalb führen wir im Vergleich bevorzugt Inox-Modelle.

2. Trockenlaufschutz – keine Kür, sondern Normanforderung: Jede Zisterne läuft in längeren Trockenphasen leer. Ohne Wasser überhitzt die Gleitringdichtung der Pumpe in Minuten. Die europäische Regenwasser-Norm DIN EN 16941-1 schreibt deshalb vor, dass die Betriebswasserpumpe mit einem Trockenlaufschutz auszurüsten ist – integriert (elektronische Überwachung, wie beim Einhell GE-WW 1246 N FS oder Grundfos SCALA2) oder extern über einen Schwimmerschalter in der Zisterne. Die deutsche Ergänzungsnorm DIN 1989-100 verlangt zusätzlich, dass die Pumpe so ausgelegt und gewartet wird, dass die Anlage dauerhaft betriebssicher bleibt.

3. Schwimmende Entnahme mit Rückschlagventil: Der Saugschlauch endet an einem Schwimmer 10–20 cm unter der Wasseroberfläche – dort ist das Wasser am saubersten, weit weg von Sediment (unten) und Schwimmstoffen (oben). Das Rückschlagventil am Ansaugkopf hält die Saugleitung gefüllt, damit die Pumpe nach jedem Stopp sofort wieder fördert.

4. Vorfilter: Ein Filter vor der Pumpe hält Partikel ab, die Laufrad und Dichtung verschleißen – bei Regenwasser aus der Zisterne praktisch Pflicht, auch wenn bereits ein Zisternenfilter im Zulauf sitzt. Einige Geräte (Gardena 4000/5E, Einhell GE-WW 1246 N FS) bringen ihn ab Werk mit.

Mit oder ohne Druckkessel: Hauswasserwerk vs. Hauswasserautomat

Die Kurzantwort: Für die feste Hausversorgung mit vielen kleinen Entnahmen (WC-Spülungen!) ist das klassische Hauswasserwerk mit Druckkessel die robustere Wahl; der Hauswasserautomat ohne Kessel punktet mit kompakter Bauform und konstantem Druck – schaltet dafür aber bei jeder Entnahme.

Hauswasserwerk (mit Druckkessel): Ein Membrankessel (typisch 20–50 l) speichert Druckwasser. Kleine Entnahmen – ein WC-Spülkasten füllt sich mit 6–9 l – bedient oft der Kessel allein, die Pumpe startet gar nicht. Das reduziert die Schaltzyklen drastisch und verlängert die Lebensdauer. Wartungspunkt: Der Luft-Vordruck im Kessel (Faustwert ~1,5 bar, immer knapp unter dem Einschaltdruck) sollte jährlich am Ventil geprüft werden – ein schleichend entleerter Kessel ist die häufigste Ursache für „taktende" Pumpen.

Hauswasserautomat (ohne Kessel): Eine elektronische Steuerung mit Durchflusssensor startet die Pumpe bei jeder Entnahme und stoppt sie danach – meist inklusive Trockenlauf-Abschaltung. Vorteile: kompakt, kein Kessel-Vordruck zu pflegen, gleichmäßiger Druck ohne das Auf und Ab zwischen Ein- und Ausschaltpunkt. Nachteil: deutlich mehr Schaltspiele – gerade bei häufigen Klein-Entnahmen im Haus.

Sonderfall drehzahlgeregelt: Geräte wie der Grundfos SCALA2 passen die Motordrehzahl stufenlos an und halten den eingestellten Druck konstant (einstellbar 1,5–5,5 bar) – die komfortabelste, leiseste und effizienteste Lösung, zum entsprechenden Preis.

Faustregel: Haus mit WC und Waschmaschine → Hauswasserwerk mit Kessel oder drehzahlgeregeltes Kompaktgerät. Überwiegend Gartenbewässerung mit langen Entnahmen → Hauswasserautomat genügt. Einen Überblick über alle Bauarten gibt der Regenwasserpumpen-Vergleich.

Hauswasserwerk oder Tauchdruckpumpe an der Zisterne?

Die Entscheidung fällt fast immer über die Saughöhe: Ein selbstansaugendes Hauswasserwerk holt Wasser zuverlässig aus bis zu ~7–8 m Tiefe (physikalische Grenze, herstellerseitig meist 8–9 m angegeben). Liegt der tiefste Wasserspiegel der Zisterne weiter unten – oder die Zisterne weit vom Haus entfernt –, arbeitet eine Tauchdruckpumpe im Tank besser: Sie muss nicht ansaugen, sondern drückt nur.

Das Hauswasserwerk (trocken aufgestellt) wählen, wenn:

  • die Zisterne nah am Haus liegt und die Saughöhe unter ~7 m bleibt,
  • die Technik zugänglich im Keller/Technikraum stehen soll (Wartung, Frostschutz inklusive),
  • Kessel oder Elektronik ohnehin im Haus sitzen sollen.

Die Tauchdruckpumpe wählen, wenn:

  • Saughöhe oder Leitungslänge die Grenze sprengen (jeder Meter Saugweg kostet Förderleistung),
  • es besonders leise sein soll – der Motor läuft wassergekühlt unter der Erde,
  • kein frostfreier Aufstellraum existiert.

Wichtig für die Hausversorgung: Viele einfache Tauchdruckpumpen (z. B. die T.I.P. DrainPress 3200/24 mit 2,4 bar) reichen nur für Garten und Einzelverbraucher. Für WC und Waschmaschine über mehrere Etagen braucht es auch im Tank ~4 bar – entsprechende Zisternen-Tauchdruckpumpen oder gleich ein Regenwasserwerk mit integrierter Nachspeisung finden Sie im Vergleich der Zisternensteuerungen und Hauswasserzentralen.

Geräusch-Tipp: Trocken aufgestellte Hauswasserwerke erreichen je nach Modell 60–75 dB(A) – im Technikraum unkritisch, neben dem Schlafzimmer nicht. Drehzahlgeregelte Kompaktgeräte (SCALA2: 47 dB(A)) oder die Tauchdruckpumpe lösen das Problem.

Dimensionierung & Anschluss an die Zisterne

Hauswasserwerk-Anschluss an der Zisterne: Saugschlauch mit Vorfilter, Druckschalter am Pumpenausgang und Leitung zur Entnahme – fachgerecht aufgebautes Pumpen-Setup.
Der Anschluss entscheidet: luftdichte, zur Pumpe steigende Saugleitung, Vorfilter und Rückschlagventil – so fordert es die DIN EN 16941-1 für trocken aufgestellte Pumpen.

Als Richtwert für ein Einfamilienhaus mit WC, Waschmaschine und Garten genügen 3.000–4.500 l/h Fördermenge und ~4 bar Druck am Gerät. Wichtig: Maximaldruck und maximale Fördermenge einer Pumpe treten nie gleichzeitig auf – planen Sie Reserve ein.

Druck (bar): Pro Etage gehen ~0,3–0,5 bar verloren, Beregner brauchen 2–4 bar am Gerät, WC und Waschmaschine je ~1–2 bar. Für die Versorgung über zwei Etagen plus Garten sind ~4 bar an der Pumpe eine sichere Auslegung; 10,2 m Förderhöhe entsprechen dabei rund 1 bar.

Fördermenge (l/h): Addieren Sie die gleichzeitig laufenden Verbraucher (Gartenschlauch 1.000–2.000 l/h, Regnerkreis 2.000–3.000 l/h, Hausverbraucher als Reserve). 3.500–4.500 l/h decken den typischen 4-Personen-Haushalt ab.

Saugleitung – hier entstehen die meisten Probleme. Die DIN EN 16941-1 fordert für trocken aufgestellte Pumpen ausdrücklich: eine luftdichte Saugleitung, stetig steigend zur Pumpe verlegt (damit sich keine Luftsäcke bilden), ein Rückschlagventil, ein Wassereinlauf, der weder Luft noch Sediment ansaugt (→ schwimmende Entnahme), sowie Frostschutz und schwingungsarme, belüftete Aufstellung. Ein 1"-Saugschlauch mit möglichst wenigen Bögen hält die Reibungsverluste klein.

Rechtlicher Rahmen bei Hausnutzung: Regenwasser- und Trinkwassernetz müssen vollständig getrennt bleiben – die Trinkwasserverordnung erlaubt eine Verbindung nur über eine normgerechte Sicherungseinrichtung:

„Wasserversorgungsanlagen dürfen nur dann mit einer Nichttrinkwasseranlage verbunden werden, wenn die Wasserversorgungsanlagen mit einer Sicherungseinrichtung ausgestattet sind, die den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht." – § 13 Abs. 3 TrinkwV (2023)

In der Praxis heißt das: Die automatische Nachspeisung bei leerer Zisterne läuft über einen freien Auslauf nach DIN EN 1717 – nie über ein Umschaltventil am Hauswasserwerk. Alle Lösungen dafür vergleicht die Seite Trinkwassernachspeisung; die Leitungen sind nach DIN 2403 grün zu kennzeichnen, Zapfstellen mit „kein Trinkwasser" (Details im Recht-Ratgeber).

Betrieb & typische Fehler in der Praxis

Die meisten Ausfälle eines Hauswasserwerks an der Zisterne haben dieselben fünf Ursachen – alle vermeidbar:

  • Undichte Saugleitung: Schon eine minimal Luft ziehende Verschraubung führt zu Startproblemen, schwankender Förderung und abreißender Wassersäule. Symptom: Die Pumpe „verliert" über Nacht das Wasser. Abhilfe: Gewinde neu eindichten, Schlauchschellen prüfen.
  • Fehlendes oder defektes Rückschlagventil: Ohne Ventil läuft die Saugleitung nach jedem Stopp leer – die Pumpe saugt jedes Mal neu an und läuft dabei Sekunden bis Minuten quasi trocken.
  • Kessel-Vordruck nie geprüft: Verliert der Membrankessel Luft, schaltet die Pumpe bei jeder kleinsten Entnahme („Takten"). Jährlich bei drucklosem System am Autoventil messen: ~1,5 bar bzw. 0,2–0,5 bar unter dem Einschaltdruck.
  • Kavitation durch zu langen oder zu dünnen Saugweg: Zischende, „kiesige" Laufgeräusche und einbrechende Leistung zeigen Dampfblasenbildung an – Querschnitt vergrößern, Saugweg verkürzen, Filter reinigen.
  • Frost: Pumpe, Kessel und Leitungen müssen frostfrei stehen oder vor dem Winter entleert werden (viele Geräte haben dafür eine Ablassschraube). Die Entnahmeleitung in der Zisterne liegt idealerweise unter der örtlichen Frostgrenze.

Dazu kommt die Routine-Wartung der Gesamtanlage – Filter, Zisterne, Kennzeichnung – die wir in der Wartungs-Checkliste zusammengefasst haben. Der Stromverbrauch bleibt übrigens klein: Bei ~0,15 kWh pro m³ gefördertem Wasser kostet die Regenwasserförderung eines 4-Personen-Haushalts (40–60 m³/Jahr) nur wenige Euro im Jahr – die komplette Kostenrechnung steht im Ratgeber Was kostet eine Zisterne?

Welches Hauswasserwerk passt zu mir?

WC + Waschmaschine + Garten, Zisterne nah am Haus (Standardfall): Ein Hauswasserwerk mit Druckkessel und ~4–5 bar. Ab Werk regenwasser-fertig ist der Einhell GE-WW 1246 N FS (Trockenlaufsicherung, Vorfilter, 20-l-Kessel); das T.I.P. HWW 4500 INOX bietet die Edelstahl-Alternative mit 22-l-Kessel – hier einen externen Trockenlaufschutz (Schwimmerschalter) einplanen.

Wenig Platz, Technikraum neben Wohnräumen: Ein Hauswasserautomat oder ein drehzahlgeregeltes Kompaktgerät. Der Gardena 4000/5E bringt Trockenlaufsicherung und Vorfilter mit; der Grundfos SCALA2 ist mit 47 dB(A) und Konstantdruck die Komfort-Referenz.

Budget im Vordergrund, überwiegend Garten: Der T.I.P. HWA 4400 INOX Plus (Edelstahl, ~180 €) versorgt Bewässerung und einzelne Hausverbraucher; einen Trockenlaufschutz weist T.I.P. hier nicht aus – über einen Schwimmerschalter nachrüsten.

Zisterne tief (> 7–8 m Saughöhe) oder weit weg: Kein Saug-Hauswasserwerk mehr – für die Gartenbewässerung übernimmt eine Tauchdruckpumpe wie die T.I.P. DrainPress 3200/24; für die Hausversorgung eine druckstarke Zisternenpumpe oder Hauswasserzentrale aus dem Steuerungs-Vergleich.

Neubau mit kompletter Regenwassernutzung: Statt Einzelkomponenten lohnt der Blick auf Regenwasserwerke mit integrierter Trinkwassernachspeisung (GRAF Eco-Plus, WISY Optima 5) – verglichen auf der Seite Trinkwassernachspeisung.

Noch keine Zisterne? Erst Speichergröße klären – der Zisternen-Planer berechnet sie in 2 Minuten, marktübliche Tanks zeigt der Zisternen-Vergleich.

Häufig gestellte Fragen

Welches Hauswasserwerk eignet sich für Regenwasser aus der Zisterne?

Ein selbstansaugendes Modell mit korrosionsbeständigem Pumpengehäuse (Edelstahl oder hochwertiger Kunststoff), Trockenlaufschutz, Vorfilter und ~4 bar Druck. Regenwasser ist weich und leicht sauer – Grauguss-Gehäuse korrodieren darin auf Dauer. Der Trockenlaufschutz ist nach DIN EN 16941-1 Pflicht, weil jede Zisterne in Trockenphasen leerlaufen kann. Ab Werk erfüllen das z. B. der Einhell GE-WW 1246 N FS oder der Grundfos SCALA2; bei Geräten ohne integrierten Schutz übernimmt ein Schwimmerschalter in der Zisterne diese Aufgabe.

Hauswasserwerk oder Hauswasserautomat – was ist für Regenwasser besser?

Für die feste Hausversorgung mit vielen kleinen Entnahmen (WC-Spülkästen) ist das Hauswasserwerk mit Druckkessel im Vorteil: Der Kessel bedient Klein-Entnahmen ohne Pumpenstart und reduziert die Schaltzyklen deutlich. Der Hauswasserautomat ohne Kessel ist kompakter und hält den Druck gleichmäßiger, schaltet aber bei jeder Entnahme – das kostet auf Jahre Lebensdauer. Drehzahlgeregelte Kompaktgeräte wie der Grundfos SCALA2 verbinden beide Vorteile, kosten aber deutlich mehr.

Hauswasserwerk oder Tauchdruckpumpe für die Zisterne?

Entscheidend ist die Saughöhe: Bis ~7–8 m Höhenunterschied zwischen tiefstem Wasserspiegel und Pumpe funktioniert ein selbstansaugendes Hauswasserwerk im Haus zuverlässig. Liegt die Zisterne tiefer oder weit entfernt, ist eine Tauchdruckpumpe im Tank die bessere Wahl – sie drückt nur, statt anzusaugen, und läuft wassergekühlt sehr leise. Für die Hausversorgung muss auch die Tauchdruckpumpe ~4 bar liefern; einfache Modelle mit 2–2,5 bar reichen nur für den Garten.

Was passiert, wenn die Zisterne leer ist?

Ohne Schutz läuft die Pumpe trocken – die Gleitringdichtung überhitzt und die Pumpe kann in Minuten zerstört werden. Deshalb fordert DIN EN 16941-1 einen Trockenlaufschutz (integrierte Elektronik oder Schwimmerschalter). Damit WC und Waschmaschine trotzdem weiterlaufen, ergänzt eine automatische Trinkwassernachspeisung bei leerem Speicher genau so viel Trinkwasser wie nötig – aus rechtlichen Gründen ausschließlich über einen freien Auslauf nach DIN EN 1717, nie über eine direkte Umschaltung. Die Lösungen dazu vergleichen wir auf der Seite Trinkwassernachspeisung.

Wie viel bar und wie viel Fördermenge brauche ich für WC und Waschmaschine?

Als Auslegung für ein Einfamilienhaus: mindestens ~4 bar am Gerät (pro Etage gehen 0,3–0,5 bar verloren, an der Zapfstelle sollen 1–2 bar ankommen) und 3.000–4.500 l/h Fördermenge, damit Garten und Hausverbraucher gleichzeitig laufen können. Wichtig: Maximaldruck und maximale Fördermenge treten nie gleichzeitig auf – die Angaben im Datenblatt sind Bestwerte, rechnen Sie mit Reserve.

Darf ich das Hauswasserwerk an Regenwasser und Trinkwasser gleichzeitig anschließen?

Nein. Nach § 13 Abs. 3 TrinkwV darf das Trinkwassernetz nur über eine Sicherungseinrichtung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit einer Nichttrinkwasseranlage verbunden werden – für Regenwasser (Flüssigkeitskategorie 5 nach DIN EN 1717) heißt das: freier Auslauf, keine direkte Verbindung, kein Umschaltventil. Die Nachspeisung erfolgt in die Zisterne oder einen Vorlagebehälter, nie in die Saug- oder Druckleitung des Hauswasserwerks. Regenwasserleitungen sind zudem dauerhaft zu kennzeichnen („kein Trinkwasser").