Zum Hauptinhalt springen

Kostenloses Planungs-Tool

Zisternen-Planer: Zisterne berechnen in 2 Minuten

Beantworten Sie wenige Fragen zu Dach, Garten und Nutzung – der Zisternen-Planer berechnet Zisternengröße, Deckungsgrad und Einsparpotenzial nach DIN 1989 und erstellt Ihre Planungsgrundlage mit Stückliste, Kostenrahmen und Checkliste für das Angebotsgespräch.

Zuletzt aktualisiert:

Einbau einer Erdtank-Zisterne im Garten eines Einfamilienhauses: Kunststofftank wird per Bagger in die Baugrube gesetzt

Bestimmt den Niederschlagswert für Ihre Region.

Grundfläche des Hauses, nicht die schräge Dachfläche.

Wofür möchten Sie das Regenwasser nutzen?

So rechnet der Zisternen-Planer: Methodik & Formeln

Der Zisternen-Planer dimensioniert nach der anerkannten Faustformel der DIN 1989 (Regenwassernutzungsanlagen). Drei Größen bestimmen das Ergebnis:

  • Jahresertrag = Dachgrundfläche × Jahresniederschlag × Abflussbeiwert × 0,9 (Abschlag für den Zulauffilter). Den Niederschlagswert ermitteln wir aus Ihrer Postleitzahl-Region (30-jähriges Mittel 1991–2020 der DWD-Messstationen); liegt ausnahmsweise kein Wert vor, rechnen wir mit 800 mm/a. In beiden Fällen können Sie den Wert anpassen.
  • Jahresbedarf = bei Haus-Nutzung 24 l (WC) + 12 l (Waschmaschine) pro Person und Tag, plus 60 l pro m² bewässerter Gartenfläche und Jahr.
  • Speichervolumen = 6 % der kleineren der beiden Jahresmengen – das entspricht etwa drei Wochen Wasserreserve. Das Ergebnis runden wir auf marktübliche Erdtank-Größen (3.000–10.000 l) und zeigen es als Spanne.

Deckungsgrad und Einsparpotenzial sind überschlägig: Der Deckungsgrad setzt die nutzbare Regenwassermenge ins Verhältnis zum Bedarf, das Einsparpotenzial bewertet sie mit einem kombinierten Richtwert von 5 €/m³ für Trink- und Abwasser (verbrauchsabhängige Anteile, Basis: Destatis-Trinkwasserentgelte und Branchenauswertungen zu Abwassergebühren, Stand 2025) – Ihre tatsächlichen Gebühren stehen im Bescheid Ihrer Kommune.

Wie es nach der Dimensionierung weitergeht – vom Bodengutachten bis zur Anmeldung – zeigt unsere Planungs-Checkliste.

Abflussbeiwerte nach Dachtyp

Der Abflussbeiwert gibt an, welcher Anteil des Niederschlags tatsächlich im Tank ankommt – er hängt vom Dachtyp ab:

Dachtyp Abflussbeiwert
Schrägdach (Ziegel/Beton) 0,8
Metalldach (glatt) 0,9
Flachdach (bekiest) 0,6
Gründach (extensiv begrünt) 0,4

Was der Planer bewusst nicht rechnet

Versickerungsanlagen, Retentionsauflagen, Statik, Grundwasserstände und befahrbare Abdeckungen gehören in die Fachplanung vor Ort – der Planer weist diese Punkte in der Planungsgrundlage als „vor Ort zu klären" aus. Für Gewerbe- und Mehrfamilien-Projekte sprechen Sie uns an. Wie eine komplette Anlage aufgebaut ist, zeigt Technischer Aufbau & Komponenten; marktübliche Tanks vergleicht Zisternen im Vergleich; was eine Zisterne kosten darf, schlüsselt die Kosten-Seite im Detail auf.

Den Zisternen-Planer verlinken oder empfehlen

Sie schreiben über Regenwassernutzung, beraten Kundschaft oder möchten den Rechner in einem Forum empfehlen? Gern – der Zisternen-Planer ist kostenlos, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar. Verlinken Sie einfach direkt auf diese Seite:

https://www.regenwasser-haushalt.de/zisternen-planer/

Datenbasis und Formeln (DIN 1989, DWD-Niederschlagsmittel 1991–2020) dürfen Sie mit Quellenangabe „regenwasser-haushalt.de" zitieren.

Häufige Fragen zur Zisternen-Berechnung

Wie groß muss eine Zisterne sein?

Als Faustformel nach DIN 1989 gilt: Speichervolumen = 6 % der kleineren Menge aus Jahresertrag (Dachfläche × Niederschlag × Abflussbeiwert) und Jahresbedarf – das entspricht rund drei Wochen Wasserreserve. Für ein typisches Einfamilienhaus mit Garten liegt die Empfehlung meist zwischen 3.000 und 6.000 Litern. Unser Zisternenrechner oben rechnet das in 2 Minuten für Ihre Adresse durch.

Was kostet eine 6.000-Liter-Zisterne mit Einbau?

Als grobe Orientierung: Material für eine Garten-Anlage 2.000–3.500 €, für eine Haus-Anlage (WC & Waschmaschine) 3.000–5.500 €, dazu Einbau mit Erdarbeiten 1.500–4.000 € je nach Boden und Zugang. Komplett also etwa 3.500–7.500 € (Garten) bzw. 4.500–9.500 € (Haus). Verbindliche Preise nennt nur ein Angebot vom Fachbetrieb – alle Preise, Förderungen und Kostenfallen auf unserer Seite Was kostet eine Zisterne?

Brauche ich eine Genehmigung für eine Zisterne?

Für die reine Gartenbewässerung ist eine Zisterne in der Regel genehmigungsfrei; örtliche Satzungen können aber Vorgaben machen. Sobald Sie Regenwasser im Haus nutzen (WC, Waschmaschine), müssen Sie die Anlage Ihrem Wasserversorger anzeigen, ggf. zusätzlich dem Gesundheitsamt. Die Trinkwasserverordnung verlangt strikt getrennte Leitungsnetze und die Kennzeichnung „kein Trinkwasser". Mehr dazu unter Recht & Vorschriften.

Kann ich eine Zisterne selbst einbauen?

Teilweise. Aushub und Tank setzen erfordern Bagger, Bodenkenntnis und eine korrekte Auftriebssicherung – hier arbeiten viele Eigentümer mit einem GaLaBau- oder Tiefbaubetrieb zusammen. Bei Haus-Nutzung sollten Nachspeisung (freier Auslauf nach DIN EN 1717), separates Leitungsnetz und Rückstausicherung vom Fachbetrieb ausgeführt bzw. abgenommen werden. Unsere Planungsgrundlage aus dem Zisternen-Planer enthält eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen an den Betrieb.